Archiv für den Monat November 2016

unmögliche Verhalten ?

Panische Angst vor Nadelstichen

Ein Zahnarztbesuch brachte sie einmal mehr an den Rand der Verzweiflung. Wie mache ich es nur, dass ich die alles beherrschende Panik in Schach halten kann. Nadelstiche, mehrere, die nötig sind bei einer Anästhesie, denn ohne Betäubung geht gar nichts. Ohnmacht wäre die Folge.

Ohnmächtig war damals auch das Gefühl bei der versuchten Abtreibung. Erstarrt bis in alle Zellen, versteinert, leblos,”sich Tod stellen” als einzige Möglichkeit zu überleben. Folgen davon: verhärtete Schultern, steifer Rücken, starrer Körper, Dissoziation und allgegenwärtige, übersteigerte Angst vor Verletzung.

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Voll und ganz ankommen

Wie kann ich mein eigenes Leben annehmen,
wenn es mit einem Verlust gekoppelt ist?

Der Verlust eines Zwilling oder Mehrling kann für den Überlebenden tiefgreifende Folgen haben. Vielleicht ist da eine unbewusste Schuld. Habe ich das Recht zu leben. Darf ich das Leben überhaupt nehmen? Vielleicht besteht auch ein latenter Hang zu risikohaftem Verhalten, weil es im gewissen Sinn keine Rolle spielt ob ich lebe oder eben nicht. Das Vermissen des anderen ist viel grösser. Der Wunsch ihm wieder nahe zu sein genauso. Einhergehen tiefe Traurigkeit und oft eine unerklärliche Einsamkeit. Ich gehöre nirgends dazu, bin alleine und niemand versteht mich.
Getrieben versuchen wir das Leben zu meistern. Alles braucht seine Ordnung, einen Rahmen der eine gewisse Sicherheit gibt, weil sicher war ja vom ersten Moment an nichts.

Lies dazu auch folgenden Beitrag: Zwillinge sterben oft unbemerkt im Mutterleib