Archiv für den Monat Februar 2017

Erschöpfung

Zufiel des Guten

Ich schaffe es einfach nicht mehr abzuschalten und mich zu erholen. Seit dem Umzug und den Veränderungen am Arbeitsplatz bin ich nur noch müde, fühle mich schlaff und energielos. Zudem drängen sich in letzter Zeit Kindheitserinnerungen auf, die jeweils grossen psychischen und körperlichen Stress auslösen. Obwohl ich über gute Ressourcen verfüge kommt in mir etwas nicht mehr zur Ruhe. Ich mache mir Sorgen, dass ich die Arbeit nicht mehr erledigen kann und die Stelle verliere. Mit diesen Ängsten beginnt  eine destruktive Abwärtsspirale. Plötzlich sind all die selbstzerstörerischen Gedanken wieder da. Du kannst nichts, nimm dich nicht so wichtig, wer will dich schon, ohne Fleiss kein Preis. Dies wird zu einem inneren Treiber und jedesmal wenn sie sich ausruhen möchte ist es mit schlechtem Gewissen verbunden, was wiederum Treiber wird für Pflichterfüllung und Funktionieren ist. Somit wird Erholung ohne Gewissensbisse beinahe unmöglich.
Schon bald zeigt sich, dass diese innere Strenge in der Kindheit geholfen hatte zu funktionieren, wie man es von ihr erwartete. Auch hatte sie einen Weg gefunden mit den traumatischen Erlebnissen umzugehen und sie zu ertragen. Dieses Verhaltensmuster, das eine Strategie war um all das Schreckliche zu überleben wurde überflüssig.
Mit der Arbeit an inneren Ich-Anteilen (Ego-States) wird klar, dass der innere Richter nicht mehr gebraucht wird. Auf der körperlichen Ebene zeigt sich eine deutliche Entspannung. Etwas in ihr ist zur Ruhe gekommen.

Die Arbeit mit Ich-Anteilen führte zu einer deutlichen Entlastung im Alltag. Die ehemals schützenden Kräfte wurden der inneren Entwicklung angepasst und genutzt. Dysfunktionale Verhaltensweisen wurde aufgelöst.

Advertisements

Sie fühlte sich für „alles“ schuldig

Ohnmächtig machende Schuldgefühle

Ein seit langem ausgeprägtes Gefühl von Schuld machte ihr das Leben immer schwieriger. Es nahm Auswüchse an, die beinahe unerträglich wurden, teilweise fühlte sie sich damit geradezu identifiziert. So suchte sie beispielsweise den Fehler bei sich, wenn die Frau auf dem Wochenmarkt das Rückgeld falsch abzählte.

In der frühen Kindheit wurde sie Opfer von massiver körperlicher und sexueller Gewalt. Die Schuldgefühle sind eng mit der Persönlichkeitsentwicklung verbunden. Teilweise haben sie sich in der Identität eingeprägt. Ich bin selber Schuld, hätte ich nur…
Im Therapieverlauf verbesserte sich die Thematik, nachdem ihr folgendes bewusst wurde: Ihr Gefühl schuldig zu sein erhöht sich, weil die darunter liegende Angst genau solche Situationen, wie auf dem Markt kreiert. Der dahinter wirkende Glaubenssatz, ich fühle mich besser für etwas schuldig, als dass andere über mich bestimmen (Missbrauch) brachte die nötige Veränderung und Erleichterung.