Archiv für den Monat Januar 2018

stille Ressource

Im Einklang der Natur Regeneration erfahren

Manchmal legte ich mich ins trockene Buchenlaub, zu den Fröschen und mein Körper kam nach langer, beinahe endloser Zeit in Gleichklang. Der leise Rhythmus der Erde, der Klang der Froschstimmen und das sanfte Murmeln des nahen Bach reparierten in einem eigenen Rhythmus die grosse Aufruhr in mir, die von den Vergewaltigungen herführte.  Jede Zelle wurde nach und nach erfasst von etwas heilendem, stillen und klärendem.
In gewisser Weise erfasst von einen hauch Licht, sanften Wellen, ab und zu von einem  Windstoss beinahe unmerklich auf dem Gesicht, einem feinen Duft Sumpfdotterblume oder dem Geruch des moosig, erdig, feuchten Waldboden stieg mir in die Nase. Gelegentlich ergriff mich der Klang einer Vogelstimme, der laute Sang einer Amsel, die ihr Lied in den Wald hinaustrug und mich ins hier zurückholte. All dies machte, dass allmählich wieder Leben in meinen Körper zurückkam. Die Erstarrung lies nach und zurückblieb das Gefühl von tiefer Verbundenheit und Einklang. Verbunden mit dem stillen Lauf der Natur als tiefe Einheitserfahrungen. Genährt.

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Begegnung

Sich dem lauschen hingeben

Es gibt Begegnungen die tiefgreifend etwas verändern indem man sich dem hingibt, was sich zeigen möchte, zeigen kann. Bereitschaft dem Raum zwischen uns zu lauschen damit überhaupt entstehen darf. Absichtslos, schweigend, sich entfalten. Staunen über die Offenbarung dieses Prozesses wo anscheinend nicht passiert. Und doch ist etwas wesentliches geschehen.

Es fühlt sich so an, als würde ich jetzt nach über 50 Jahren anfangen, meinen Körper zu bewohnen. (Feedback einer Klientin)

 

 

Von Abschnitten, Übergängen und Räumen. 

Was kommen darf, wenn man den Weg der Versöhnung gehen kann. Fülle, tiefgründige Begegnungen und Stärke. Neue Räume öffnen sich.

Annalogien

Es gibt diese Abschnitte, in die mein Leben aufgeteilt ist… Es gibt ein Leben vor meiner Tochter. Und eines nach meinem Sohn. Es gibt den Heiligabend 2007 an dem ich mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren wurde und an jedem Tag danach mehr und mehr verschwamm. Und es gibt Silvester. Den Wechsel zum neuen Jahr, an dem mein Körper meine stete Visualisierung aufnahm und sich langsam wieder ins Leben wechselte. Wie lapidar ich bei der täglichen Untersuchung von meinem Sohn erfuhr… „Hier schwimmt uns Ihre Leber davon. Dort die Nieren. Ach ja, und Sie sind schwanger.“ Wie ich stilles Glück spürte in diesem wilden Körper, der zur Ruhe verdammt einen Überlebenskampf ausfocht. Wie ich die Spatzen auf dem Fenstersims sah und meinen Sohn fortan (und bis (IchbinkeinSpatz!) heute) Spatz nannte. Und wie dieses stille Glück wuchs wie mein Sohn, während ich noch sechs Monate lag. Nur lag und im Liegen unsere…

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Das verletzte innere Kind

Was wir als Kinder brauchen ist Liebe, Wertschätzung und eine sichere Bindung die uns trägt und nährt. Somit können wir Vertrauen bilden und uns gesund entwickeln.

Ein Blog über mein ganz persönliches WERDEN und SEIN

Das verletzte innere Kind, das sich ungewollt, ungeliebt und ungesehen fühlt. Das verletzte innere Kind, das sich wertlos und nutzlos fühlt. Das verletzte innere Kind, das sich fühlt wie eine Last.

„Ich bin böse.“

„Niemand will mich haben.“

„Niemand hat mich lieb.“

„Ich mach alles immer nur kaputt.“

„Immer bekomm ich nur Ärger.“

„Nur mein Teddy hat mich lieb. Der schimpft nie mit mir.“

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Das verletzte innere Kind, das Angst vor Bestrafung hat. Das verletzte innere Kind, das Angst vor dem Verlassen werden hat. Das verletzte innere Kind, das Angst vor dem kaputt gehen hat.

„Die Großen haben immer Recht. Wenn die immer nur meckern, muss das heißen, dass ich böse bin.“

„Wenn die nicht mit mir spielen, muss das heißen, dass ich ihnen egal bin.“

„Wenn die mir immer nur sagen, was ich alles falsch gemacht habe, muss das heißen, das ich falsch bin und nix kann.“

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Mark des Lebens

Gedanken bunt

„Ich zog in den Wald, weil ich den Wunsch hatte, mit Überlegungen zu leben, dem eigentlichen, wirklichen Leben näher zu treten, zu sehen, ob ich nicht lernen konnte, was es zu lehren hätte, damit ich nicht, wenn es zum Sterben ginge, einsehen müsste, dass ich nicht gelebt hatte. Ich wollte nicht das Leben, was nicht Leben war; das Leben ist so kostbar. Auch wollte ich keine Entsagung üben, außer es war unumgänglich notwendig. Ich wollte tief leben, alles Mark des Lebens aussaugen, so hart und spartanisch leben, dass alles, was nicht Leben war, in die Flucht geschlagen wurde…“

Die Zeilen kennen wir aus dem Club der toten Dichter. Ich weiß noch, wie mich dieses Zitat faszinierte, als ich den Film zum ersten Mal sah, vor unzähligen Jahren. Und jetzt lese ich Thoreau wieder und die Worte haben nichts an ihrer Wirkung verloren. Ja, möchte man schreien, genau so! Wie er…

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