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immer wieder

…und schon so lange damit beschäftigt

Einschneidend war der Start ins Leben und von dem erholte sie sich bis heute nicht. Es fühlte sich so an, wie wenn etwas da bei der Geburt stecken geblieben wäre. Dieses etwas führte ein eigenartiges, undurchsichtiges Eigenleben und zeigte sich in den unpassendsten Momenten und Augenblicken. Manchmal überfiel sie im Büro eine unendlich tiefe Trauer und Tränen schossen aus den Augen, liessen sich durch nichts aufhalten und endeten in einem verzweifelten Schluchzen. Nicht nur sie war irritiert, auch ihre Kollegen schauten verunsichert. Schamröte im Gesicht machten das ganz noch peinlicher. Im Verlauf der Therapie integrierten wir diesen dissoziierten Anteil und eine nie dagewesene Lebensqualität fand Platz. Die Klientin spürte sich besser, eine Farbigkeit kam ins Leben und die Wahrnehmung allgemein verbesserte sich stark. Plötzlich war ganz viel Mut da. Zudem verbesserte sich der Schlaf. Eine allgemein bessere und stabilere Ausgangslage um den Alltag zu bewältigen zeigte sich und viele der nicht zu definierenden Ängste waren weg.

 

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verlorener Zwilling

Zwillinge sterben oft unbemerkt im Mutterleib

Die aufmerksamen Eltern bemerkten beim Kleinen, dass er öfters Phasen hatte wo er in eine tiefe Trauer viel. Nichts konnte ihn in solchen Zeiten aufmuntern. Im Gegenzug zeigte sich eine beinahe symbiotische Verbindung zur jüngeren Schwester, die aber öfters in Wutausbrüchen endete. Wie sich später zeigte war dies eine Verwechslung. In ihr suchte er seinen verlorenen Zwilling. Ich möchte lieber ein Engel sein, dann bin ich ihr näher, waren Aussagen die irritierten. Was war nur mit dem Kind los. Vieles deutete auf einen Zwillingsverlust hin. Rasch und klar zeigte sich das in einer Aufstellung. Sobald die übergeordnete Ordnung hergestellt war kehrte Ruhe ein. Die Wutausbrüche wurden weniger. Die Trauer war weg. Etwas im Jungen kam zur Ruhe.